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Wie sieht ein guter Blogtext aus?

Sie haben alle Freiheiten, das ist das Schöne am "Weblog schreiben". Es gibt Weblogs, die verzichten auf Überschriften. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Blogger seine Texte nicht wichtiger erscheinen lassen will als sie ihm scheinen. Vielleicht scheut man auch die Interpretation durch eine Überschrift und überläßt dem Leser die Headline.

Selbstverständlich können Sie Ihre Texte formatieren, wie Sie wollen. Es besteht kein zwingender Grund, lange Texte in Absätzen zu setzen oder sparsam mit Textauszeichnungen wie "fett" und "kursiv" umzugehen. Das Aussehen Ihrer Weblog-Texte hängt in besten Fall von der Art der Texte ab, die Sie schreiben. Beispiele:

Ein Gedicht erlaubt auch zentrierte Zeilen. Eine längere Anleitung dagegen sollte zur besseren Lesbarkeit linksbündig gesetzt werden. Ein literarischer Text kann unabhängig von der Länge ganz ohne Absätze formatiert werden. Ein Bericht, eine Rezension oder sonstige längere Sachtexte sind verdaulicher für den Leser, wenn Absätze auf Sinnabschnitte hinweisen.

Besteht Ihr Weblog vor allem aus einer kommentierten Linksammlung, so lenkt eine treffend formulierte und neugierig machende Überschrift die Aufmerksamkeit des Lesers. Ein kurz und prägnant formulierter Text steigert zusätzlich die Neugier auf den Link.

Zwei Grundregeln im eigenen Interesse

Trotz aller Freiheiten der Textformatierung und des Textaufbaus sind zwei Grundregeln zu beachten, die im eigenen Interesse einzuhalten wären:

1. Kennzeichnen Sie originelle Begriffe, Sätze und Absätze als Zitat. Ganze Absätze und längere Passagen werden in Weblogs als Absatz formatiert. Zur eindeutigen Abgrenzung vom eigenen Text ist der Absatz links eingerückt, kursiv gesetzt, farblich abgehoben und hier und dort auch in Anführungszeichen gesetzt. Zitate innerhalb Ihres Textes sind unbedingt in Anführungszeichen zu setzen. Zum guten Ton längerer Zitate gehört ein Quellenhinweis, der mit einem Link zur Quelle (falls vorhanden) angegeben wird.

2. Kopieren Sie niemals ungefragt fremde Texte, Fotos oder sonstige Dokumente und sei es nur ein schlichter Blogtext eines anderen Bloggers. Nachfragen gehört nicht nur zum guten Ton, es schützt zudem auch vor teurem Ärger. Vor allem bei Bildern kann man schnell in die teure Copyright-Falle tappen. Da gab es den Fall eines Fotografen, der mit seinen Kochfotos gezielt auf das weit verbreitete Bilderkopieren spekulierte und teure Abmahnungen an Blogger verschicken liess, die dachten, das sei freies Fotomaterial.

Vorschläge für gut aussehende Blogtexte

Gerade bei längeren und vor allem informativen Texten empfehlen sich formale Kriterien der Textpräsentation, die zum Teil auch für Printwerke gültig sind.

  • Linksbündig geht vor Blocksatz. Auf zentriert und rechtsbündig gesetzte Weblog-Artikel sollte um einer besseren Lesbarkeit wegen verzichtet werden.
  • Sparsamer Umgang mit Texthervorhebungen wie "fett" und "kursiv". Zuviele Hervorhebungen verwirren mehr als dass sie den Blick führen.
  • Textauflockerung durch copyrightfreie oder eigene Bilder. Aber nur dann, wenn die Bilder auch wirklich zum Thema passen.
  • Haupttexte niemals komplett in "kursiv" setzen. Wirkt unruhig und ist je nach Schriftart auf Monitoren und Displays schlechter zu lesen als normal gesetzter Text. Zudem wird kursiv gesetzter Text in Weblogs oft für Zitate oder andere Texthervorhebungen benutzt.
  • Auflistung von Thesen, Argumenten oder Sonstigem, das kurz und bündig gelistet wird, sollte in Aufzählungszeichen stehen. So heben sich Kernaussagen lesbarer und deutlicher vom Rest des Textes ab.
  • Im Web ist man es gewohnt, dass unterstrichene Wörter oder Satzteile auf einen Link hinweisen. Entsprechend irritiert es, wenn ein unterstrichenes Wort keinen Link enthält. Unterstreichungen sollten deshalb nicht für reine Texthervorhebungen eingesetzt werden, sondern zur Linkkennzeichnung.
  • Beim Setzen von Links gezielt die Wörter und Sätze im Text verlinken, die zum Link passen. Nichtssagende Wörter wie "Hier", "Da" oder "Dort" fördern nicht die Klickrate Ihrer Besucher. ;-) Wenn ich zum Beispiel einen Zeitungsartikel verlinke, dann baue ich oft die Überschrift dieses Artikels in meinen Weblog-Text ein und verlinke diese Überschrift.
  • Solange an Überschriften feilen, bis sie den Text treffend auf den Punkt bringen. Nicht selten werden in anderen Weblogs und Newsdiensten die Überschriften der Weblogs zitiert und verlinkt. Liest sich die Überschrift nichtssagend, wird sie weniger beachtet und angeklickt, vermute ich. ;-)

Bei aller Liebe zu liebevoll und pragmatisch gesetzten Weblog-Texten, letztendlich zählt immer der Inhalt, die Originalität und Nützlichkeit Ihrer Texte. Mehr Schein als Sein rentiert sich auf kurze und lange Sicht auch beim Bloggen nicht.

 

Aus: www.blog-anleitung.de

       Echt ne super Seite